Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

„Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter – aber ein Jäger ist es nicht. Ein silberdurchwirktes Kleid mit Schleppe zum Ball – aber eine Prinzessin ist es nicht“. Errät man das Rätsel, so gehört man zur riesigen Fangemeinde, die nicht nur diese Sätze aus dem Märchenklassiker Drei Haselnüsse für Aschenbrödel mitsprechen kann. Ganze Familien sitzen zur Weihnachtszeit beglückt vor dem Fernseher und folgen Aschenbrödel auf ihrem Ritt durch tief verschneite Wälder – dem Spott ihrer aufgeblasenen Stiefmutter und Stiefschwester zum Trotz direkt in die Arme des Prinzen.

Weltberühmter Weihnachtsklassiker

Schönster Märchenfilm des 20. Jahrhunderts – so nennt man in Tschechien den weltberühmten Weihnachtsklassiker. In den frühen 1970er Jahren produzierten Filmschaffende in der Tschechoslowakei und in der Deutschen Demokratischen Republik unter dem Titel Drei Haselnüsse für Aschenbrödel nach der gleichnamigen Romanvorlage von Božena Nemcová eine Filmfassung der bekannten Motive, die im deutschsprachigen Raum vor allem durch die Märchensammlung der Brüder Grimm in Erinnerung geblieben sind.

Die zauberhafte Musik Karel Svobodas

Neben den schauspielerischen Leistungen, der prächtigen Ausstattung und den farbenfrohen Kostümen ist die Musik von Karel Svoboda Hauptzutat in diesem Klassiker der Filmgeschichte, deren Partitur für diese Filmkonzerte sorgfältig rekonstruiert wurde. Die charakteristischen musikalischen Farben und Feinheiten bleiben dabei unverändert: Die Musik erschafft eine lyrische Atmosphäre und bietet einen unvoreingenommenen und bezwingenden Kommentar zu der ewigen Suche nach Liebe, Glück und Zauberei. Schon kurz nach seinem Aschenbrödel-Soundtrack erhielt Svoboda erste Aufträge aus dem Westen, und seine Titelmelodien für Zeichentrickfilme wie Die Biene Maja, Wickie oder Nils Holgersson entstanden.

 

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